II: 5. Schriftliche Befragung

Allgemeine Informationen

Beschreibung

„Wenn Untersuchungsteilnehmer schriftlich vorgelegte Fragen (Frage­bögen) selbständig schriftlich beantworten, spricht man von einer schriftlichen Befragung", definieren Bortz und Döring (1995, S. 253)1. Bei der postalischen Befragung, welche das wohl häufigste schriftliche Erhebungsverfahren darstellt, geschieht die Zustellung des Fragebo­gens per Post oder durch einen Boten (Bortz & Döring, 1995, S. 253)2.

Merkmal: offene Antworten

Bei der Datenerhebung per Fragebogen liegen die Fragen meist in standardisierter Form vor und es besteht häufig keine direkte Inter­aktion zwischen dem Befragten und dem Forschenden. Die Fragen werden alle in gleicher Form und in der gleichen Reihenfolge gestellt. Insbesondere ist im Gegensatz zum Interview zu betonen, dass die Antworten in der Regel auf einer Skala zu beantworten sind. Dies ist jedoch in der qualitativen Sozialforschung anders. Offene Fragen domi­nieren, um eine Befragungstiefe erreichen zu können. Natürlich kann ein Fragebogen auch mündlich „abgefragt" werden, wie dies z.B. bei Meinungsabfragen zur Politik getan wird. Entscheidend ist jedoch, dass die Fragen zwar standardisiert, die Antworten jedoch offen sind.

  1. 1. Bortz, J., & Döring N. (1995).  Forschungsmethoden und Evaluation für Sozialwissenschaftler.
  2. 2. Bortz, J., & Döring N. (1995).  Forschungsmethoden und Evaluation für Sozialwissenschaftler.