Vorgehensweise

Die gegenstandsbezogene Theorie lässt die Konzeptbildung während der Datenerhebung bewusst zu und will sie durchsichtig machen. Daten­erhebung und Auswertung finden gleichzeitig statt. Während der Daten­erhebung kristallisiert sich ein theoretischer Bezugsrahmen heraus, der schrittweise verändert und vervollständigt wird (vgl. Mayring, 2002)1. Parallel zum gesamten Forschungsprozess empfiehlt Strauss das Anfer­tigen sog. Memos (Muckel, 2004)2. Stößt der Forscher während der Feldarbeit auf zentrale Aspekte, so soll er stoppen und ein zugehöriges Memo verfassen (vgl. Mayring, 2002)3.

Memos

Memos (allgemein auch als „Erinnerungshilfe" bezeichnet) sind Merkzettel und bilden das zentrale Instrument der gegenstandsbezogenen Theoriebildung (vgl. Mayring, 2002)4. Alle Kodierungs-Bemühungen (siehe theoretisches Kodieren), Forschungsideen, Forschungspläne usw. werden in Form dieser Memos festgehalten und können entsprechend den verschiedenen Interpretations- und Forschungsanstrengungen verschiedene Inhalte haben (weiterführende Fragen, vorläufige Kategorie-Elaborationen, Dimensionen des gerade bearbeiteten Themas, Zusammenfassungen, Literaturexzerpte, Übertragungsphänomene ...) (vgl. Muckel, 2004)5. Im Folgenden ein Ablaufmodell gegenstandsbezogener Theoriebildung (Mayring, 2002, S. 106)6.

Gegenstandsbezogene Theoriebildung

 

  1. 1. Mayring, P. (2002).  Einführung in die qualitative Sozialforschung.
  2. 2. Muckel, P. (2004).  Die Grounded Theory in der Tradition der Münsteraner Schule.
  3. 3. Mayring, P. (2002).  Einführung in die qualitative Sozialforschung.
  4. 4. Mayring, P. (2002).  Einführung in die qualitative Sozialforschung.
  5. 5. Muckel, P. (2004).  Die Grounded Theory in der Tradition der Münsteraner Schule.
  6. 6. Mayring, P. (2002).  Einführung in die qualitative Sozialforschung.